Sonntag, 27. März 2011

Nur noch wenige Kilometer bis zum Südpol

Letzte Woche stand unser Sea Kayaking mit dem Outdoor Kurs an. Nach der zweiten Stunde haben wir uns also alle in den schuleigenen Van gesetzt und sind eine halbe Stunde lang gefahren, bis wir an einer Bucht angekommen sind, wo unsere Instructors schon auf uns gewartet haben.
Diesmal saßen wir in Zweierkajaks, anders als geübt, und sind dann weit raus, gegen die Wellen ins offene Meer gepaddelt. Zum ersten Mal hab ich hier Albatrosse, die größten Vögel der Welt, gesehen, die knapp über uns her geflogen sind. Es ging alles gut, keinen hat‘s aus seinem Kajak gehauen, bis wir dann umgedreht sind. Auf dem Rückweg zum Strand, Lorena und ich sind ganz vorne gepaddelt, haben wir Schreie von hinten gehört, wir haben uns umgedreht und sehen eine riesen Welle, die drei andere Boote trägt, auf uns zukommen und im nächsten Moment liegen wir schon selbst im Wasser. Zum Glück hatten wir Neoprenanzüge an!
Samstagmorgen sind Bev und Noddy früh am Morgen mit Lorena und mir losgefahren, in Richtung Süden. „Der südlichste Punkt der Welt“ war unser Ziel.
Nach einigen Kilometern Schafweiden kam dann langsam mehr und mehr Regenwald zum Vorschein. Wir sind durch zwei Waldabschnitte voller Farn und hohen, verwachsenen Bäumen, mit lautem Vogelgezwitscher bis zu mehreren Wasserfällen gelaufen. Dann sind wir weitergefahren zu einer Bucht von wo aus wir Delfine beobachten konnten, und zwar eine sehr seltene Delfinart, die es ausschließlich in drei Buchten Neuseelands gibt!
Und irgendwann am Nachmittag sind wir in Bluff bei Invercargill angekommen, an dem Platz der Erde, der als „südlichster Punkt der Welt“ bezeichnet wird, obwohl man von dort aus noch Stewart Island sehen kann.
Und heute, am Sonntag, hat‘s den ganzen Tag geregnet und es hört einfach nicht auf! Aber Lorena und ich haben den Nachmittag perfekt genutzt: Zum DVD gucken und Mathe lernen, denn Morgen und Übermorgen steht ein Matheassessment an.
Am Freitag machen wir uns dann auf den Weg nach ‚shaky City‘ Christchurch fürs Wochenende.

Eure Daria

                                                                                

Sonntag, 20. März 2011

Wo die Sonne immer scheint


Es ist 10 Uhr am Sonntagabend, ich komme gerade vom Strand zurück und Morgen ist schulfrei!
Das Wochenende war und ist somit ziemlich perfekt: Am Donnerstagmorgen mussten wir Internationals ins Performing Arts Centre der King’s und Queen’s High und sind da auf all die anderen neuen Internationals , die momentan in Dunedin zur Schule gehen, getroffen. Der Bürgermeister hat uns willkommen geheißen und ein bisschen geredet, erst auf Maori und dann auf Englisch, und einige Schülergruppen haben etwas aufgeführt, unter anderem hab ich meinen ersten Kapa Haka, einen Maoritanz, zu sehen und vor allem zu hören bekommen, aber von Nicht-Maoris.
Danach hatten wir noch eine Stunde Outdoor Education, was an dem Tag aber eher Indoor Education war und dann durften Lorena und ich uns auszeichnen lassen, haben den beliebten kleinen blauen Zettel bekommen, dass wir die Schule verlassen dürfen und sind nach Hause gegangen.
Nach der Schule haben meine Gasteltern sich dann mit uns auf den Weg nach Central Otago gemacht, dahin, wo die Sonne immer scheint. Von grünen Hügellandschaften hat sich die Vegetation langsam in felsige Berge geändert und nach einigen Stunden Fahrt sind wir dann in Cormwall angekommen, wo wir in dem Ferienhaus von Bekannten gewohnt haben.
Am Freitagmorgen haben wir uns ganz früh auf den Weg in Richtung Queenstown gemacht, aber nein, ich habe mich nicht für über $150 in die Tiefe gestürzt, beim zweithöchsten Bungeesprung der Welt, ich bin doch nicht lebensmüde. Dafür hat mein ‚Gastbruder‘ in Australien angekündigt, einen mit mir zusammen zu machen, wenn ich rüber fliege. Das muss ich mir aber nochmal gut überlegen!
Am Samstagmorgen haben wir uns dann noch eine Goldgräberstadt nahe Cormwall angeguckt und nach Gold gesucht, vergebens. Noddy hat ein winziges Stück aus dem Dreck gewaschen, aber die Welt können wir damit nicht erobern.
Immerhin haben wir jetzt Flüge für mich gebucht und somit werde ich 10 Tage meiner Herbstferien in Auckland verbringen. 

Ich liebe Neuseeland!

Drücke alle meine Lieben in ‚Good old Germany‘!
Daria


Sonntag, 13. März 2011

Earthquakes suck!


Als wären Christchurch, Wellington und das Fjordland noch nicht genug, hats jetzt auch in Japan ordentlich gerüttelt, mehr als ordentlich. Als wir am Freitagabend das traurige Spektakel im Fernsehen gesehen haben, wurden sogar Tsunamiwarnungen für Dunedin durchgegeben, Samstagmorgen um 9:20 Uhr sollte die Welle hier ankommen, aber glücklicherweise ist nichts passiert.
Jetzt zum schönen Teil der Berichterstattung: Heute ist der Sommer zurückgekehrt! Und weil ich das natürlich schon vorher wusste, habe  ich mich heute Morgen um 6:45 Uhr (!) aus dem Bett begeben und bin zum Strand gedackelt um den Sonnenaufgang zu sehen und es hat sich wirklich gelohnt, wie ihr gleich auf den Fotos sehen könnt.
Heute Vormittag sind mein ältester Gastbruder Shayne und ich mit seinem Jetski durch den Hafen gebrettert, das war ziemlich cool und wird bei Gelegenheit und gutem Wetter bald mit der ganzen Familie wiederholt.
Danach waren wir dann mit einigen Internationals am Strand zum Sonnenbaden und zum Baden im Meer und jetzt muss ich mich um die Schule in Deutschland kümmern, obwohl ich momentan gar keine Lust hab mich mit so was auseinanderzusetzen: Fächer wählen.
Am Donnerstagabend fahren wir nach Queenstown und in drei Wochen höchstwahrscheinlich für ein Wochenende nach Christchurch, ich weiß noch nicht so ganz, was ich davon halten soll.

Bis dahin!
Daria

Sonntag, 6. März 2011

Kia Ora Freunde der Sonne

Langsam wird hier alles zum Alltag, deshalb gibt es eigentlich nicht viel Neues zu erzählen, ich belasse es heute hauptsächlich bei Fotos.
Unsere Kayaking-Sessions haben angefangen, aber leider mussten wir das Outdoor Snorkelling von Freitag verschieben, weil es zu windig war. Ja, windig! Es wird langsam echt Herbst, leider! Zwar soll es nächste Woche wieder wärmer werden, aber ich denke, das hält nicht mehr lange an.
Den Freitagabend haben wir am Strand verbracht (wieder mit einer Robbe!) und da war der Wind natürlich doppelt so stark und kalt! Aber das ist egal, fakt ist, dass ich gerade die Zeit meines Lebens hab und da ist das Wetter schnuppe!

Nächste mal mehr, versprochen!

Bis dann,
Daria